Landesauswahl überwintert an der Spitze

Landesauswahl überwintert an der Spitze

"Aus den vorangegangenen Lehrgängen und Trainingseinheiten wussten wir, dass der Jahrgang 2004 ein sehr guter ist. Eine zweikampfstarke Defensive, ein spielfreudiges Mittelfeld und schnelle, torgefährliche Stürmer waren die bisherigen Erfolgsfaktoren. Darüber hinaus haben sich Spieler und Betreuer zu einer tollen Einheit entwickelt", analysiert Trainer Jürgen Rogl den Verlauf der Herbstsaison 2017 für die OÖ-Landesauswahl. Er und sein Trainerteam rund um Andreas Reich (Co-Trainer), Philip Großalber (Tormanntrainer), Magdalena Braun (Masseurin) und Alois Wolkerstorfer (Teammanager) sind für den Jahrgang 2004 verantwortlich, der aktuell die Tabelle der Bundesländer-Nachwuchsmeisterschaft mit vier Siegen und einem Remis anführt.

 

Neben den sportlichen Erfolgen mussten die Spieler und Betreuer jedoch gleich im ersten Spiel gegen die Steiermark einen Schock verkraften. Tim Auinger (ASKÖ Ohlstorf) verletzte sich nach einem Zusammenstoß schwer, an ein Weiterspielen nach einer 30-minütigen Verletzungspause war aus Sicht der Spieler nicht mehr zu denken. "In Absprache mit den Verantwortlichen der Steiermark beendeten wir das Spiel frühzeitig. Das Ergebnis an diesem Tag wäre uns allen sowieso egal gewesen", erinnert sich Co-Trainer Andreas Reich. Dieses negative Erlebnis war jedoch die Initialzündung für den Erfolgslauf des Teams,  Spieler und Betreuer rückten noch näher zusammen.

 

Im "ersten" Spiel wurde Tirol relativ klar mit 5:2 besiegt. Im zweiten Spiel durften die U14-Talente erneut in der Steiermark antreten. Mit einem auf Krücken erschienen Tim Auinger konnte ein zweimaliger Rückstand in den Schlussminuten in einen 3:2-Sieg umgewandelt werden. "Ein Sieg der Moral", freute sich Außenstürmer Georg Braun nach dem Match und machte so die Stimmung im Team und die Bereitschaft, bis zum Schluss alles zu geben, deutlich. Im dritten Spiel konnte das Burgenland auswärts mit 8:1 deutlich besiegt werden. Doch die " großen" Gegner warteten zum Ende der Herbstsaison mit den traditionell starken Bundesländern aus Salzburg und Wien. Im vierten Spiel gegen Salzburg waren einigen Spielern die bisherigen Erfolge scheinbar zu Kopf gestiegen. In der ersten Halbzeit fehlten bei manchen die "nötigen Prozent", um mit dem starken Gegner mitzuhalten - ein 0:2-Halbzeitrückstand war die logische Folge. In der zweiten Halbzeit fand man aber zu alter Stärke zurück und schaffte relativ bald den 2:2-Ausgleich.

 

"Leider reichte es schlussendlich nicht mehr zum Siegestreffer, obwohl wir diesem dann näher waren als unser Gegner. Alles in allem aber ein gerechtes Remis", sah Tormanntrainer Philip Großalber das Unentschieden mit gemischten Gefühlen. Im abschließenden fünften Spiel in Wien wollten die Oberösterreicher an die Leistung der zweiten Halbzeit gegen Salzburg anschließen. Dies gelang auch eindrucksvoll, wodurch man mit einer komfortablen 3:0-Führung die Seiten wechselte. Dieser Vorsprung war jedoch - wie schon im ersten Spiel gegen Tirol - "Gift" für das Spiel der Oberösterreicher. So stark man begonnen hatte, so stark ließ man auch nach. Mit mehr Glück als Geschick verhinderte die OÖ-Auswahl zumindest mehr als einen Gegentreffer, weshalb man bei der Heimreise drei Punkte im Gepäck hatte. "Wir sind mit dem Ablauf der ersten Hälfte der Meisterschaft zufrieden und blicken zuversichtlich ins Frühjahr 2018. Die Spieler, Trainer und Betreuer werden hart weiterarbeiten und ihr Bestes geben, um die bisher gezeigten Leistungen auch im Frühjahr zu bestätigen", freut sich Teammanager Alois Wolkerstorfer auf die bevorstehenden Aufgaben.