Über die Vorbildwirkung der Trainer . . .

Über die Vorbildwirkung der Trainer . . .

Medizinische Erkenntnisse, statistische Fakten, gesetzliche Rahmenbedingungen und präventive Ansätze – der Vortrag von Tanja Schartner zeigte kompakt auf, warum der OÖ FUSSBALLVERBAND und die OÖ Gebietskrankenkasse die Kampagne „Kick ohne Tschick“ ins Leben gerufen haben. Denn Rauchen ist in Österreich und speziell bei Jugendlichen allgegenwärtig. Die Expertin vom Institut Suchtprävention vermittelte nicht nur Basiswissen, sondern auch die Auswirkungen von Tabakkonsum auf die sportliche Leistungsfähigkeit – und vor allem gab sie den anwesenden Klubvertretern, die zur Informationsveranstaltung ins Zirbenschlössl nach Sipbachzell gekommen waren, Tipps für einen konstruktiven Umgang mit Rauchen im Vereinsumfeld. Dazu zählten eine rauchfreie Kantine, klare Regeln am Klubgelände und nicht zuletzt das Bewusstmachen der Vorbildwirkung von Trainern. Die Unterlagen zum Vortrag „Gemeinsam Nichtrauchen fördern – Tabakprävention im Jugendalter“ gibt es HIER.

Gerade das Sensibilisieren für die Vorbildwirkung von Trainern ist ein wesentliches Ziel der Kampagne. Daher wurde diesem essentiellen Thema auch ausreichend Zeit eingeräumt – im Rahmen eines praxisnahen Impulsreferats, für das Alfred Tatar engagiert worden war. Als Trainer war er bei verschiedenen Vereinen in Österreich – wie beispielsweise in Ried – und in Russland beschäftigt, darüber hinaus qualifizierte den 55-Jährigen, der aktuell als TV-Experte arbeitet, vor allem seine Leidenschaft zum Querdenken und für den Blick über den Tellerrand für seine Ausführungen auf der Bühne im Zirbenschlössl. Zu Beginn ging Tatar auf die Figur des Spielers und des Trainers ein. Seiner Ansicht nach wird die Struktur des Spielers (Leistungsstruktur) und die Struktur des Trainers (Kompetenzstruktur) jeweils in drei Ebenen unterteilt, welche hierarchisch aufgebaut sind und in gegenseitiger Wechselwirkung stehen: Die Steuerungsebene soll vorbildlich, die Verhaltensebene lösungsorientiert und die Werkzeugebene zweckorientiert sein.

Man braucht eine solide Basis, um das sogenannte Vorbild darauf platzieren zu können. Als persönlichen Lösungsvorschlag hat Tatar aufbauend auf die  goldene Regel „was du nicht willst, dass man dir tut, dass füg auch keinem anderen zu“ die „doppelt goldene Lebensregel“ identifiziert: „Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch nicht dir selber zu.“ Für ihn heißt Vorbild sein, sich zuerst einmal nach innen zu orientieren und in den Spiegel zu schauen, bei dem was man tut. „Wie soll ein Trainer Vorbild sein, wenn er sich selbst einen enormen Schaden zufügt durch diesen Glimmstängel?“, hielt Tatar am Beispiel Rauchen fest.

Durch einen weiteren Programmpunkt führte Sabine Leeb von der NÖGKK, die das „Rauchfrei Telefon“ vorstellte, bei dem den Anrufer kostenlose und professionelle Beratung  nach aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien und internationalen Standards erwartet. Doch nicht nur das Wählen der Nummer 0800 810 013 macht für interessierte Raucher Sinn, auch ein Blick auf die Webseite www.rauchfrei.at oder eine eigens entwickelte App lohnt sich. Die Unterlagen der Präsentation gibt es HIER. Ebenso nicht fehlen durften natürlich die Maßnahmen der Kampagne „Kick ohne Tschick“, die von OÖFV-Direktor Raphael Oberndorfinger und OÖGKK-Projektleiter Gerald Scheiblehner vorgestellt wurden, zumal dabei viele Anreize für Vereine integriert sind.

Detaillierte Hinweise zu den Vereinsangeboten werden am 14. September auf www.vereinscoaching.org veröffentlicht.

HIER geht es zu einem LT1-Beitrag über die Veranstaltung in Sipbachzell. 

HIER geht es zu einem LT1-Beitrag über die Präsentation der Kampagne „Kick ohne Tschick“.