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1. Klasse Mitte

SV Maschinenbau Hierzer Wilherings Trainer Gerald Trummer analysiert die Herbstsaison der 1. Klasse Mitte

Titelkampf

SV Maschinenbau Hierzer Wilhering: Den Herbstmeistertitel hatten wir im Sommer nicht auf der Rechnung. Mit einer Präsenz im Vorderfeld haben wir schon spekuliert, dass es aber dann so gut gelaufen ist und wir als einziges Team der Liga ohne Niederlage geblieben sind, ist doch einigermaßen überraschend gekommen. Aber nach dem torlosen Remis in Pasching, wo wir eine Stunde lang mit nur zehn Mann agieren mussten, haben wir gewusst, dass einiges möglich ist. Wir überwintern jetzt als Erster und wollen natürlich auch in der Rückrunde eine entscheidende Rolle spielen.
Das 1b-Team des FC Superfund Pasching war und ist der absolute Top-Favorit. Ich hätte aber damit gerechnet, dass diese Mannschaft kein einziges Spiel verliert, umso mehr hat mich die Niederlage gegen Allhaming überrascht. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass, wenn Pasching aufsteigen will, es der Klub auch schafft, hat der Favorit doch vom Kader her viel mehr Möglichkeiten als alle anderen Teams. Ich lasse mich aber überraschen und bin schon gespannt, ob Pasching tatsächlich quasi ins zweite Glied rückt, oder sich sogar zurückzieht. Jedoch konnte man sich in der Vergangenheit nicht immer auf das verlassen, was angekündigt wurde.
Die Union Niederneukirchen mag für so manchen Experten als Tabellendritter eine Überraschung sein. Ich war aber von Beginn an überzeugt, dass diese Mannschaft eine gute Rolle spielen wird, ist doch die Dietinger-Elf - neben Pasching - das laufstärkste Team der Liga, verfügt zudem über ein starkes Kollektiv und agiert überaus diszipliniert. Ich war selbst zwei Jahre lang in Niederneukirchen tätig und habe dort einen sehr gut geführten Klub kennen gelernt.
Der SK Admira Linz ist wie jedes Jahr ganz vorne dabei. Trainer Wolfgang Nagl verfügt über eine Top-Mannschaft, hatte aber in den letzten Saisonen immer wieder mit dem Handicap zu kämpfen, die besten Spieler zu verlieren. Wie man hört, denkt man bei der Talenteschmiede nun ein wenig um - will sich verstärken - und will in absehbarer Zeit zumindest in die Bezirksliga aufsteigen, um künftig die eigenen Talente halten zu können und nicht an höherklassige Vereine zu verlieren.
Die Union Puchenau gehört zu den positiven Überraschungen der Herbstsaison. Der Aufsteiger glänzt zwar nicht mit Starspielern, verfügt aber über eine technisch sehr beschlagene Mannschaft. Der Klub ist sehr gut geführt und wird meiner Meinung nach irgendwann einmal in der Bezirksliga spielen.
Mit zwei Niederlagen in den letzten beiden Runden hat die Union Flexopack Allhaming etwas den Anschluss zu den ersten Plätzen verpasst. Die Mannschaft ist wie schon in den letzten Jahren vorne dabei und überaus heimstark. Trotz einer gewissen Auswärtsschwäche sollte man den Tabellensechsten noch nicht zur Gänze abschreiben, zumal mit Günter Holzer ein neuer Trainer im Amt ist. Der Meistertitel ist aber fast nicht mehr möglich, beträgt doch der Rückstand bereits sieben Punkte und müssten gleich fünf Mannschaften überholt werden.

Tabellenmittelfeld

Ursprünglich hätte ich die Union Hartlauer Ansfelden etwas weiter vorne erwartet, die Mannschaft hatte jedoch in der ersten Saisonhälfte einige Probleme, ist dann aber auf der Zielgeraden in Schwung gekommen und hat sich vorzeitig von der Abstiegszone abgesetzt. Jetzt befindet man sich im Niemandsland der Tabelle und hat eine ruhige Rückrunde vor sich.
Das 1b-Team des ASKÖ Tekaef Donau Linz, ist eine der wenigen 1b-Mannschaften, die fast ausschließlich junge Spieler einsetzen und den Sinn dieser Regelung auch erfasst haben. Aus diesem Grund wird die Meisterschaft - wie in der einen oder anderen Liga - nicht verfälscht. Und so rücken bei den Kleinmünchnern auch immer wieder Talente in den OÖ-Liga-Kader nach.
Der SV Lichtenberg spielte in den vergangenen Jahren um den Titel, muss in der laufenden Saison aber etwas kleinere Brötchen backen. Ich hatte aber den Klub schon vor Saisonbeginn nicht als Titelaspirant gehandelt.
Der SV Gramastetten gehört wohl zu den Enttäuschungen der Herbstsaison. Der Klub startete als vermeintlicher Titelkandidat in die Saison - aus irgendeinem Grund ist es den ganzen Herbst über nicht gelaufen und musste die Saison vorzeitig abgehakt werden. Wie man hört, hat man den einen oder anderen "dicken Fisch" an der Angel - quasi als Vorgriff für das kommende Spieljahr, um sich dann im Spitzenfeld präsentieren zu können.

Abstiegskampf

Der Abstiegskampf wird nichts für schwache Nerven. Von vier verbliebenen Mannschaften müssen am Ende zwei oder drei den Weg in die 2. Klasse antreten. Ich denke, dass die Union St. Marien die besten Chancen hat. Die Mannschaft von Trainer Peter Dibold konnte sich schon gegen Ende der Herbstsaison deutlich steigern - der Pfeil zeigt dort klar nach oben.
Meiner Meinung nach gehen die übrigen drei Teams - Union Eidenberg/Geng, ASKÖ Oedt und ASKÖ Blaue Elf Linz - mit ähnlichen Voraussetzungen in die Frühjahrssaison. Ich traue mir keine Prognose abzugeben, zumal bei der Blauen Elf nach dem Abgang von Dragan Jankovic ein neuer Trainer die Mannschaft übernehmen wird.

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