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Beginn der Sommerübertrittszeit
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2. Klasse Mitte-West
Union Geboltskirchens Trainer Markus Lettner analysiert die Herbstsaison der 2. Klasse Mitte-West
Aufstiegskampf
Ich kenne die Liga sehr gut und habe deshalb schon länger
damit gerechnet, dass die Union Gaspoltshofen einmal um
den Aufstieg mitmischen wird. In dieser Saison ist es soweit.
Zwar hat man sich nach den Seriensiegen zu Beginn völlig
überraschend von Trainer Albert Hofbauer getrennt, doch auch
unter Spielertrainer Elvir Smajic ließ man sich nicht vom Weg
abbringen. Smajic war als Libero das Um und Auf der Mannschaft.
Die Offensive war in Gaspoltshofen schon immer stark, mit dem
ehemaligen OÖ-Liga-Spieler von Sattledt bekam man nun auch die
zuletzt fehleranfällige Defensive in den Griff. Zudem konnte
der Herbstmeister auch in den Bereichen Disziplin und
Kameradschaft überzeugen, weshalb sich die Gaspoltshofener den
Aufstieg wohl nicht mehr nehmen lassen.
Das 1b-Team des SV Pöttinger Grieskirchen
absolvierte eine starke Herbstsaison. Mit Eckersberger und
Vormair rücken aber nun zwei ganz wichtige Spieler in den
OÖ-Liga-Kader nach. Nachdem die "Erste" zudem einige Spieler
verloren hat und diese wohl durch 1b-Spieler kompensiert
werden, könnten die Trattnachtaler im Frühjahr Probleme
bekommen. Die Mannschaft ist sehr jung und wenn dann auch noch
der eine oder andere erfahrene Spieler fehlen wird, kann der
derzeit sichere zweite Platz in ernsthafte Gefahr
geraten.
Nach dem Abstieg hatte die Union Hofkirchen/Trattnach
einige Probleme. Doch nach einem Fehlstart konnte Trainer Peter
Nobis sein Team wieder stabilisieren. Erheblichen Anteil an der
folgenden Siegesserie hatten die Tore von Legionär Adam
Horvath. Die Hofkirchner stellen eine kompakte Truppe, der ich
den zweiten Platz durchaus noch zutraue.
Tabellenmittelfeld
Der ASV RAIKA Niederthalheim hat die wenigsten Tore
der Liga erhalten und dadurch eine gute Herbstsaison
absolviert. Jedoch hat man auch relativ wenige Treffer erzielt
- und jetzt mit Bernhard Hofmann, der zu Bezirksligist Attnang
wechselte, einen Top-Stürmer verloren. Der Abgang wird nur
schwer zu kompensieren und eine Rangverbesserung somit kaum
möglich sein.
Nach den vielen Abgängen im Sommer hat mich das Abschneiden
der Union Haag am Hausruck positiv überrascht. Trotz des
Fehlens einiger Routiniers hat sich die Mannschaft beachtlich
geschlagen. Im Frühjahr steht jedoch Johannes Steiner aufgrund
eines Auslandsaufenthaltes nicht zur Verfügung - der Stürmer
hat im Herbst stolze 11 Tore erzielt. Mit Steiner hätte ich den
Haagern sogar noch ein Mitmischen ganz vorne zugetraut, ohne
den Stürmer muss man alles daransetzen, den fünften Platz zu
verteidigen.
Von der Union Taufkirchen/Trattnach hätte ich
eigentlich etwas mehr erwartet. Der Absteiger hatte jedoch nach
einem guten Start einige Probleme und konnte insgesamt nur
wenig überzeugen. Auch in der Rückrunde ist nicht unbedingt mit
einer großartigen Steigerung des Absteigers zu rechnen.
Nach der Neugründung bzw. des Neueinstieges des
Vöcklabrucker SC ist die Mannschaft toll gestartet, war
lange Zeit im Spitzenfeld der Liga zu finden, hat jedoch mit
vielen Unentschiedenen entscheidendes Terrain verloren. Die
Vöcklabrucker backen nun kleinere Brötchen, stellen jedoch ein
starkes Team, das aber noch Zeit braucht. Ich denke, es wird
dort ein vernünftiger Weg beschritten und sollte die Mannschaft
zusammenbleiben, darf man von den Vöcklabruckern in den
nächsten Jahren wieder einiges erwarten.
Der SK Ford Danner Gallspach versuchte in den letzten
Jahren immer wieder vorne mitzuspielen. Aber auch in dieser
Saison klappt es nicht. Es wurde zwar immer wieder investiert,
der Erfolg ist bislang aber ausgeblieben. Zudem verfügt man
über einen eher kleinen Kader, es kommen aber einige gute junge
Spieler nach. Im Herbst präsentierte sich Gallspach als
launische Diva - so musste man nach Kantersiegen immer wieder
bittere Niederlagen einstecken.
Nach der Rückkehr von Torjäger Baumgartner hätte ich von der
Union Meggenhofen einiges erwartet. Doch weder der
Stürmer noch die Mannschaft konnten in der Hinrunde überzeugen.
Während die fehlenden Baumgartner-Tore abgingen, konnte man
sich aber auf eine stabile Defensive verlassen. Im
kämpferischen Bereich ist aber noch Luft nach oben.
Tabellenende
Union Geboltskirchen: Meine Mannschaft hat wenig Tore
geschossen und zu viele Treffer erhalten. Ich konnte aber auch
kaum die gleiche Startformation aufbieten, zudem haben die
Stürmer ausgelassen und ist das Mittelfeld noch jung bzw.
unerfahren. Da könnte Christian Angleitner Abhilfe schaffen.
Der Kapitän wurde aber in der Abwehr benötigt, fungierte als
Libero. Neben konditionellen Problemen und fehlendem
Selbstvertrauen, spielt sich bei meiner Mannschaft sehr viel im
Kopf ab. Ich habe vor, noch zumindest eineinhalb Jahre in
Geboltskirchen zu bleiben und will mit dem Team, von dem ich
überzeugt bin, noch einiges erreichen.
Den SV Kematen/Innbach hätte ich ein paar Plätze weiter
vorne erwartet. Da die Mannschaft aber erst im Sommer in unsere
Liga gewechselt ist, kenne ich sie noch nicht so gut. Gegen uns
standen die Kematner defensiv sehr gut und hatten vorne
schnelle und gefährliche Leute. Deshalb bin ich vom mäßigen
Abschneiden doch einigermaßen verwundert.
Der SV Zell am Pettenfirst hat sich im Sommer wohl
alles Mögliche erwartet, nur nicht eine Platzierung am Ende der
Tabelle. Die Mannschaft war eigentlich immer sehr kampf- und
aufgrund des kleinen Platzes, auch überaus heimstark. Diese
Attribute sind den Zellern im Herbst abhanden gekommen. Nach
einer katastrophalen Negativserie ist die Saison eigentlich
schon gelaufen. Auch Spielertrainer Wiesinger, der allerdings
lange verletzt war, konnte vor allem offensiv nicht wie gewohnt
überzeugen. Nach dem völlig enttäuschenden Herbst kann es in
der Rückrunde nur mehr besser werden.
Trainer Mario Berger, einst Torwart in Geboltskirchen,
verfügt bei der SPG Holzleithen/Thomasroith über eine
ganz junge Mannschaft. Die Zeiten der Top-Legionäre wie Csaba
Bogos oder Attila Böjte sind längst vorbei. Gezwungenermaßen
setzt man jetzt auf die junge Welle - und da ist man auch auf
einem ganz guten Weg, wenngleich Früchte wohl erst in drei,
vier Jahren geerntet werden können. Kurzfristig muss man sich
noch mit den hinteren Plätzen abfinden.
Die Talfahrt des ASKÖ RAIKA Ampflwang hält auch in
dieser Saison an und führte die Mannschaft mit dem letzten
Platz auf den absoluten Tiefpunkt. Leitwolf Schürrer, der in
den letzten Runden nicht mehr gespielt halt, fehlte als Dreh-
und Angelpunkt an allen Ecken und Enden. Jetzt hat man auch
noch Robin Schmidt verloren, der nach Lenzing gewechselt ist.
In dieser Saison gilt es vorerst, die Rote Laterne loszuwerden.
Ich bin aber der Meinung, dass auch in den nächsten ein, zwei
Jahren der Pfeil nicht wie erhofft nach oben zeigen wird.


