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Beginn der Sommerübertrittszeit
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2. Klasse West-Nord
Union Eggerdings Trainer Gerald Kickinger analysiert die Herbstsaison der 2. Klasse West-Nord
Während vier Favoriten erwartungsgemäß ganz vorne zu finden
sind, avancierte die Union Eggerding als bissiger Hecht im
Karpfenteich zur großen Überraschungsmannschaft der
Herbstsaison. Trotz des ersten Sieges nach zwei Jahren ist die
Union Vichtenstein erneut am Tabellenende zu finden, duelliert
sich mit Enzenkirchen um die "Rote Laterne".
AUFSTIEGSKAMPF
SV RAIKA Taufkirchen/Pram
Der Klub wurde nicht nur mit der Kampfmannschaft, sondern auch
mit dem Reserve-Team Herbstmeister, das zeugt von einem
breiten, aber auch sehr starken Kader. Mit Torwart Martin
Bischof hat man sich im Sommer gut verstärkt, zudem ließ
Torjäger Alexander Schauer, der es auf zehn Treffer brachte,
seine Klasse aufblitzen. Der Verein leistet nicht nur gute
Nachwuchsarbeit, sondern hat mit Klaus Goldberger auch einen
jungen und ambitionierten Trainer zur Verfügung. Taufkirchen
hat gute Chancen auch am Ende einen Aufstiegsplatz zu
belegen.
SV Freinberg
Avancierte man in den vergangenen Jahren zur
"Fahrstuhlmannschaft", so versucht man seit letzten Sommer die
Mannschaft zielstrebig zu verstärken und investiert auch
dementsprechend. Nach Spielertrainer Bernhard Grünbart und
Benjamin Scharnböck, die vor der Saison verpflichtet wurden,
kommt nun mit Thomas Froschauer vom SK Schärding ein weiterer
erfahrener Spieler. Die Freinberger verfügen über einen guten
Kader und stehen nicht umsonst auf dem zweiten Tabellenplatz,
wenngleich sie mit der peinlichen Niederlage im Derby gegen
Vichtenstein in negativer Hinsicht quasi in die Geschichte
eingingen.
Union Eggerding
Wir haben uns einiges vorgenommen, aber dass wir auf dem
dritten Rang überwintern und mit den Titelanwärtern auf
Augenhöhe in die Rückrunde gehen, hätten nicht einmal die
kühnsten Optimisten erwartet. Eggerding hat in den letzten
Jahren stets viele Gegentore kassiert, weshalb ich die
Mannschaft im Sommer umgestellt und versucht habe, die
Defensive zu stabilisieren. Das ist voll aufgegangen, haben wir
doch mit lediglich neun Gegentreffern die wenigsten der Liga
erhalten. Zudem konnten wir sowohl auf eigenem Platz wie auch
in der Fremde beständig punkten. Jetzt gilt es die Leistung zu
bestätigen - gelingt das, können wir durchaus vorne dabei
bleiben.
Union Natternbach
Der Viertplatzierte stellt gute Nachwuchsspieler, ist sehr
heim- und überaus kampfstark. Die Physis der Mannschaft bewegt
sich auf sehr hohem Niveau. Mit Goalgetter Firzet Hadzic hat
man sich im Sommer auch sehr gut verstärkt. Der Klub wird
sicher ganz vorne mitmischen, für den Titel wird es meiner
Meinung nach aber eher nicht reichen.
SV Luksch Riedau
Nach dem in der Vorsaison um Haaresbreite verpassten Aufstieg
hatte die Mannschaft zu Saisonbeginn Probleme. Das erfahrenste
Team der Liga kam jedoch zusehends in die Gänge und mischt
erwartungsgemäß im Aufstiegskampf mit. Die Riedauer sind zwar
nur Fünfter, für mich jedoch aufgrund des namhaften Kaders der
heißeste Aufstiegsanwärter. Zudem verfügt man mit dem jungen,
wieselflinken Daniel Praschl und dem routinierten Csaba Nagy
wohl über den besten Angriff der Liga.
TABELLENMITTELFELD
SG Donautal
Spielertrainer Thomas Wollinger zieht das Spiel geschickt von
hinten auf. Davor kurbelt der baumlange, überragende und
torgefährliche Mittelfeldspieler Dominik Razesberger, der auch
von Landesligisten umworben wird. Die Mannschaft ist ein
unangenehmer Gegner, kann im Frühjahr dem einen oder anderen
Favoriten ein Bein stellen und dadurch das Aufstiegsrennen
beeinflussen.
Union Schardenberg
Im vergangenen Frühjahr war er weg, jetzt ist er wieder da:
Markus Haas schwingt wieder das Trainerzepter. Das Team hätte
ich weiter vorne erwartet, doch dazu wurde in der Fremde
einfach zu wenig gepunktet. Zudem haben Verletzungssorgen und
Sperren ihre Spuren hinterlassen. So ging der verletzte Peter
Huber an allen Ecken und Enden ab. Und nun ist mit Franz
Eggertsberger auch noch ein starker Stürmer nach Deutschland
gewechselt. Aber immerhin führen die Schardenberger die
Fair-Play- und die E24-Wertung an.
DSG Union Sigharting
Den Abgang von Goalgetter Babotan konnte man nicht verkraften,
das hat sich schon in einem schlechten Start bemerkbar gemacht.
Mit dem Sieg gegen Herbstmeister Taufkirchen konnte ein
Achtungserfolg erzielt werden. Zudem hat man mit Josef
Feichtlbauer einen starken und torgefährlichen
Mittelfeldspieler in den Reihen, der trotz einiger Angebote von
Landesligisten den Sighartingern die Treue hält.
Union St. Aegidi
Nachdem man in den vergangenen Jahren im Aufstiegsrennen immer
wieder dabei war, ist es im Herbst nicht so gut gelaufen. Mit
dem im Vorjahr eingeweihten neuen, schmucken Klubheim konnte
der sportliche Erfolg nicht Schritt halten. Aber wie ich gehört
habe, soll der starke Ungar Zoltan Beres im Winter mit einem
Landsmann im Gepäck wieder in St. Aegidi einreisen. Eine
Rangverbesserung ist mit oder ohne Verstärkung in jedem Fall
noch möglich.
Union St. Agatha
Den Abgang von Goalgetter Schlejmar, der zu St.
Marienkirchen/Polsenz gewechselt ist, hat man bis heute nicht
verkraftet. Nur 13 erzielte Tore belegen eindeutig wo der Schuh
drückt. Die Agathenser beschreiten jedoch den löblichen Weg mit
den eigenen Spielern. Ein gewisses Potenzial ist auch
vorhanden, die Mannschaft braucht aber noch Zeit. Mit dem
erfahrenen Manfred Pichler hat man für diese Linie auch den
richtigen Trainer zur Verfügung.
TABELLENENDE
Union Vichtenstein
Mein Freund Karl Schmidseder hat als Trainer kein leichtes
Amt. Trotz nur sechs Zählern am Konto ist es ihm mit seiner
Mannschaft jedoch gelungen in den Spielen gegen die beiden
Erstplatzierten vier Punkte zu ergattern. Dabei konnte gegen
Freinberg nicht nur ein sensationeller Sieg gefeiert werden, es
war gleichzeitig der erste volle Erfolg nach zweijähriger
Wartezeit. Kurzfristig gilt es - wie in den letzten Jahren -
die Rote Laterne abzuwenden. Auch mittel- und langfristig sind
wohl keine großen Sprünge zu erwarten, zumal die Talente meist
den Weg in Richtung Esternberg, zum Landesligisten,
einschlagen.
Union RAIKA Enzenkirchen
Die negative Überraschung der Herbstsaison konnte in der
Hinrunde keinen einzigen Sieg einfahren und brachte es zudem
nur auf fünf Torerfolge. Nach dem Abgang von Ulrich Zinhobl
fungierte Kapitän Robert Kleinpötzl als Spielertrainer. Der
erhoffte Aufschwung ist aber ausgeblieben. In Enzenkirchen
setzt man auf die eigene Jugend, die durch Neuerwerbung Ralph
Parzer, der aus Kopfing kommt, eine Verstärkung erhält, die im
Mittelfeld das Spiel ordnen kann. Mehr als der vorletzte Platz
wird in dieser Saison aber nicht mehr möglich sein.


