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Die Meister 2009/10
Nach einer sensationellen Saison krönte sich der FC Munderfing zum Meister der Bezirksliga West
Konnte sich der FC Munderfing in der Hinrunde als Überraschungsmannschaft der Liga den Herbstmeistertitel sichern, so krönte sich die Mannschaft von Trainer Josef Daxecker am Ende mit einem sensationellen Vorsprung von 14 Punkten souverän und hochverdient zum Meister.
BEZIRKSLIGA WEST - FC MUNDERFING
"Zu Pfingsten konnten wir den Meistertitel unter Dach und
Fach bringen, seitdem gibt es jede Woche irgendwelche
Feierlichkeiten", kostet Obmann Franz Spatzenegger den größten
Erfolg der Vereinsgeschichte aus, den vor einem Jahr selbst die
kühnsten Optimisten nicht für möglich gehalten hätten. "Da
haben wir eher mit dem Abstiegs-, als dem Titelkampf gerechnet,
und dass wir uns dann auch noch mit einem Rekordvorsprung den
Titel geholt haben, ist fast schon ein Wunder", hat auch der
Obmann das Erreichte noch nicht gänzlich verarbeitet, haben
doch nach den im Herbst gesammelten 30 Punkten die Experten mit
einem Einbruch gerechnet. "Aber im Frühjahr hat sich unser Lauf
fortgesetzt, konnten wir sogar 32 von 39 möglichen Punkten
ergattern. Aber so richtig an den Titel geglaubt haben wir erst
Mitte der Rückrunde, als wir Verfolger St.
Marienkirchen/Polsenz besiegen und den Vorsprung auf zehn
Punkte erhöhen konnten", so Spatzenegger.
Tolles Vereinsklima der Schlüssel zum Erfolg
Für den Verein der 2700-Einwohner-Gemeinde ist der
Aufstieg in die Landesliga nicht selbstverständlich, für den
Obmann ist der Erfolg aber relativ einfach zu erklären:
"Natürlich haben wir eine starke Mannschaft, aber der Schlüssel
zum Erfolg war der Zusammenhalt im Verein. Denn vom Vorstand
bis zu den Aktiven, von der Kampfmannschaft bis zum Nachwuchs
ziehen alle an einen Strang. Zudem hatten wir während der
gesamten Saison keinen Druck und haben - auch als wir die
Tabelle schon angeführt haben - einfach frei aufgespielt.
Natürlich hatten wir auch das nötige Glück - aber wenn es
läuft, dann läuft es eben."
"Es gibt eigentlich keine Ziele mehr"
Die Munderfinger sind in dieser Saison quasi in die
Fußstapfen des TSV Utzenaich getreten, der im Vorjahr ein
ähnliches Kunststück zuwege brachte und in diesem Jahr in der
Landesliga für Furore sorgte. "Das ist auch kein Zufall. Denn
von der Sichtweise und den Strukturen her sind sich beide
Vereine sehr ähnlich. Aber wir bleiben am Boden und wissen,
dass wir eigentlich nicht in die Landesliga gehören. Denn für
uns war die Bezirksliga schon das höchste der Gefühle. Jetzt
haben wir den Plafond erreicht und es gibt auch keine Ziele
mehr. Auch mit der Infrastruktur stoßen wir an unsere Grenzen.
So ist unsere Sportanlage veraltet und verfügen zum Beispiel
über kein Flutlicht", erklärt Franz Spatzenegger wo der Schuh
drückt.
Ideale Mischung und nachdrängende Talente
"Wir können ohne jeglichen Druck in die Saison gehen und
sind deshalb ähnlich schwer auszurechnen wie wir es im
abgelaufenen Spieljahr waren. Die sportliche Qualität, in der
Liga mitzuhalten, ist sicher vorhanden, auch wenn für uns der
Abstieg überhaupt kein Problem wäre und die Landesliga
langfristig auch kaum möglich sein wird", erklärt der Obmann,
der von der idealen Mischung der Mannschaft und der guten
Nachwuchsarbeit schwärmt. "Wir haben zwar zwei Legionäre aus
Tschechien in unseren Reihen - zu denen wir auch stehen, denn
sie sind wesentlich günstiger als vergleichbare Spieler aus
Österreich - aber die übrige Mannschaft besteht vorwiegend aus
eigenen Kickern und Spielern der Nachbargemeinden. Und um den
nötigen Nachschub müssen wir uns nicht sorgen, denn die
U18-Mannschaft ist soeben Meister geworden und bis zur U16
kicken zudem einige hoffnungsvolle Talente."

