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Die Meister 2009/10
In überlegener Manier sicherte sich die TSU Hofkirchen/M. den Meistertitel der 1. Klasse Nord
Nach 37 von 39 möglichen Punkten standen die Hofkirchner
schon nach der Herbstsaison praktisch als Meister fest. Die
Gahleitner-Elf ließ auch im Frühjahr die Zügel nicht schleifen
und krönte sich mit einem Rekordvorsprung von 16 Zählern zum
Meister.
1. KLASSE NORD - TSU HOFKIRCHEN/M.
"Eigentlich wollten wir schon nach dem Abstieg im Jahr 2008 vorne mitspielen, doch das hat von Beginn an nicht funktioniert. Schon im folgenden Winter konnten wir uns mit Trainer Gerhard Gahleitner über eine Zusammenarbeit einigen - der Coach hat dann die Mannschaft vor einem Jahr übernommen", schildert Sportchef Martin Pirkelbauer den "Anlauf" zum Meistertitel. "Und in der vergangenen Saison ist es von der ersten Runde an wie am Schnürchen gelaufen. Nach der Herbstsaison war uns der Meistertitel eigentlich nicht mehr zu nehmen. Und obwohl der Trainer im Frühjahr einiges probiert und viele junge Spieler eingesetzt hat - das Durchschnittsalter lag zum Teil bei 18,5 Jahren - konnten wir die Saison konstant zu Ende spielen und auch die Frühjahrstabelle für uns entscheiden", ist der Sportchef besonders auf die Art und Weise stolz, wie der Meistertitel errungen wurde.
"Die Bezirksliga ist genau unsere Liga"
Der erste Aufstieg in die Bezirksliga im Jahr 2007 kam
gegenüber dem diesjährigen Meistertitel quasi seitenverkehrt
zustande. Damals wiesen die Hofkirchner nach 15 Runden
sagenhafte 16 Punkte Rückstand auf und krönten sich dann
dennoch vorzeitig - am vorletzten Spieltag - zum Meister. "Vor
drei Jahren haben wir eigentlich mit dem Abstiegskampf
gerechnet, doch dann einen Lauf erwischt, wobei die Konkurrenz
gegen Saisonende auch entsprechend geschwächelt hat. Es war
aber dennoch eine großartige Leistung der Mannschaft", schwärmt
Martin Pirkelbauer noch immer vom ersten Einzug in die
Bezirksliga. "Und jetzt sind wir dort, wo wir eigentlich
hingehören - denn die Bezirksliga ist genau unsere Liga, hier
fängt der Fußball quasi erst richtig an. Und das ist auch die
exakt richtige Liga für die jungen Spieler, um sich
dementsprechend weiterzuentwickeln", sagt der Sportchef.
Landesliga vorerst kein Thema
Durch den großen Punktevorsprung und den souverän
errungenen Meistertitel rechnet man in Hofkirchen, in der
Bezirksliga eine gute Rolle spielen zu können. "Wir wollen auch
hier jedes Spiel gewinnen, nur ist das einen Stock höher nicht
mehr so leicht möglich. Der Abstiegskampf oder nur der
Klassenerhalt ist für uns eigentlich kein Thema, wenngleich wir
nicht davon ausgehen, wieder vorne mitzuspielen. Doch wir
wollen uns unbedingt in der Bezirksliga etablieren, wenn auch
die Landesliga vorerst kein Thema ist. Sollte es uns jedoch
gelingen in der Liga eine gute Rolle zu spielen, dann ist
vielleicht in einigen Jahren die Landesliga das nächste Ziel.
Aber das ist alles noch zu weit weg", hält der Sportchef den
Ball möglichst flach.
Erfolgsgarant hängt Schuhe an den Nagel
Josef Kehrer, Hofkirchner Eigengewächs, der in seiner
langen Karriere unter anderem auch bei Rohrbach, Eintracht Wels
und Pasching tätig war, war einer der Erfolgsgaranten des
Meistertitels. "Trainer Gahleitner hat den Mittelfeldspieler
nach vor gezogen, sodass Kehrer gemeinsam mit Dominik Stöbich
das Sturmduo bildete. Und das war - neben dem Engagement von
Gerhard Gahleitner - der Schlüssel zum Erfolg. Denn Kehrer
mauserte sich mit 16 Treffern zum vereinsinternen
Torschützenkönig - und die beiden Stürmer erzielten gemeinsam
30 unserer insgesamt 56 Saisontore", so Pirkelbauer. "Aber mit
seinen mittlerweile 38 Jahren hängt Kehrer nun die Schuhe an
den Nagel, wenngleich er uns in der Aufstiegssaison noch sehr
hilfreich gewesen wäre. Doch was gibt es Schöneres, als mit
einem Meistertitel seine erfolgreiche Karriere - und noch dazu
bei seinem Stammverein - zu beenden."
50-jähriges Vereinsjubiläum
Das Jahr 2010 geht in mehrerer Hinsicht in die
Vereinsgeschichte ein. So konnte neben dem Aufstieg in die
Bezirksliga auch das neue Klubheim eröffnet werden. Somit gab
und gibt es im Rahmen des 50-jährigen Vereinsjubiläums in
Hofkirchen eine Menge zu feiern. "Das alles ist aber nur in
einem funktionierenden Verein möglich. In unserem Klub herrscht
ein perfektes Klima, vom Obmann bis zum Platzwart ziehen alle
an einen Strang. Und das lässt für die Zukunft noch einiges
erwarten", ist der Sportchef stolz, ein Teil dieses Vereins zu
sein.

