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Die Meister 2009/10
Die Union CARIBAS Diersbach konnte in der 1. Klasse Nord-West den Meistertitel erringen
Nachdem man bereits zur Halbzeit der Vorsaison knapp dran war, jedoch im Frühjahr in der Tabelle zurückrutschte, hatte die Union Diersbach auf der Zielgeraden der vergangenen Saison die besten Nerven und schaffte mit dem Meistertitel zum dritten Mal den Einzug in die Bezirksliga.
1. KLASSE NORD-WEST - UNION CARIBAS
DIERSBACH
Nach der respektablen Vorsaison ist im letzten Sommer der
Startschuss zum Unternehmen Meistertitel gefallen. "In der
heimischen Bergarena durften wir das Finalturnier des
Innviertler Cups veranstalten und mussten uns erst im Endspiel
gegen Landesligist Esternberg geschlagen geben. Danach haben
wir uns vorgenommen, in der Meisterschaft eine gute Rolle zu
spielen und wollten im Titelkampf ein ernstes Wort mitreden",
erklärt Neo-Sportchef Rudolf Zauner jun., der im Frühjahr
Hubert Wirth nachgefolgt war.
Konstanz "besiegte" Statistik
Der Union Diersbach gelang das Kunststück, in keiner
Statistik ganz oben zu stehen, aber dennoch die Meisterschaft
gewonnen zu haben. "Wir haben eine konstante und stabile Saison
absolviert, konnten vor allem die wichtigen und entscheidenden
Spiele - wie in der vorletzten Runde das direkte Titelduell in
Senftenbach - für uns entscheiden und hatten während der
gesamten Saison keinen wirklichen Hänger", sagt der Sportchef.
Auch nach der Trennung von Trainer Johannes Bauböck, der die
Mannschaft knapp drei Jahre lang betreute und den Grundstein
für den großen Erfolg legte, zeigte der Pfeil in die richtige
Richtung. Das Trainerduo Rudolf Zauner sen., Sportkoordinator
bei Bundesligist Josko Ried, und Franz Mühlböck führten
schließlich das zu Ende, was auf einen guten Weg gebracht
wurde. "Besonders eindrucksvoll war, dass die junge Truppe dem
Druck standgehalten hat und sich am Ende zum Meister krönte",
ist Rudolf Zauner jun. stolz auf die Mannschaft.
"Haben 7 Jahre in Folge die Liga gewechselt"
Nach dem dritten Aufstieg in die Bezirksliga wollen die
Diersbacher den Ruf einer "Fahrstuhlmannschaft" endgültig
ablegen. Denn nach dem ersten Aufstieg in die Bezirksliga im
Jahr 1997 musste man auf Anhieb wieder absteigen, um in den
folgenden beiden Jahren - mit Aufstieg und Abstieg - das
Gleiche zu wiederholen. Vor neun Jahren folgte dann sogar der
totale Absturz in die 2. Klasse. "In diesem Zeitraum haben wir
sieben Jahre in Folge die Liga gewechselt - das kommt wohl
nicht alle Tage vor. Das wollen wir aber in den nächsten Jahren
unbedingt vermeiden", ist der Sportchef fest davon überzeugt,
den Klassenerhalt schaffen zu können.
Auf den Spuren von Utzenaich und Munderfing
Ebenso wie die beiden "jungen" Landesligisten aus
Utzenaich und Munderfing ist auch Diersbach mit nur rund 2000
Einwohnern eine kleine Gemeinde. "Mit dem Erreichen der
Bezirksliga stoßen wir an unsere Grenzen, da geht es uns
ähnlich wie Utzenaich und Munderfing. Aber gerade diese beiden
Beispiele haben eindrucksvoll aufgezeigt, was im Fußball alles
möglich ist. Die Landesliga ist für uns jedoch kein primäres
Ziel. Wir setzen alles daran, uns in der Bezirksliga zu
etablieren, wenngleich wir uns durchaus zutrauen, eine gute
Rolle spielen zu können", meint der Sportchef, der sich über
die großzügige Unterstützung des Hauptsponsors freut. "Kurt
Bodenhofer ist ein gebürtiger Diersbacher, ist aber schon
jahrelang erfolgreich als Gastronom in Schärding tätig und
betreibt dort und anderem das mexikanische Restaurant CARIBAS",
so Zauner. "Aber was uns besonders freut und vor Jahren noch
undenkbar war, dass wir in der Meisterschaft nun gegen den
Innviertler Traditionsklub Altheim, aber auch gegen den
langjährigen Landesligisten Andorf antreten dürfen."

