Die 13 Preisträger

Die 13 Preisträger

Hier finden Sie eine kompakte Zusammenfassung der eingereichten Projekte der Preisträger bei der „Corona-Punkteprämie“. Es handelt sich dabei um eine auszugsweise Aufzählung der eingereichten Maßnahmen:

 

UNION ROHRBACH/BERG

Die Mühlviertler haben insgesamt 11 Maßnahmen initiiert. Speziell für die Nachwuchskicker wurde ein Malbuch entworfen, um einen sinnvollen Zeitvertreib zu ermöglichen. Eine Diätologin hat ein  Rezeptheft erstellt, um den Vereinsmitgliedern für die Zeit in den eigenen vier Wänden Ideen für gesunde Gerichte zu liefern. Wöchentlich wurden mit Unterstützung einer Physiotherapeutin Online-Trainingseinheiten abgehalten, um am Ball zu bleiben.  Die Fußballer haben in unzähligen ehrenamtlichen Stunden die Infrastruktur in der floorex Arena auf Vordermann gebracht. Mit der Unterstützung eines neuen Sponsors wurden MNS-Masken angefertigt und verkauft – der Erlös fließt u.a. in den Nachwuchs und ein karitatives Projekt. Bei einer Miniball-Challenge wurden die Talente des Landesligisten prämiert. Vorstandsmitglieder haben Einkäufe für jene Gemeindebürger erledigt, die zur Risikogruppe zählten. Zudem wurde der Krisenstab des Roten Kreuzes im Bezirk Rohrbach mit Lebensmitteln versorgt. Mit einer Ticketaktion für das erste Heimspiel nach der Zwangspause wurden über 1.900 Euro eingenommen.

 

USV ST. ULRICH

Der Verein aus dem Osten hat  frei nach dem Vereinsmotto „Teamgeist“ der Gemeinde und jenen, denen es nicht so gut geht, geholfen.  Drei zentrale Projekte hatten dabei wirtschaftliche sowie soziale und sportliche Relevanz. 80 Teilnehmer von der U9 bis zur Kampfmannschaft haben im Laufschritt oder am Rad beim Social Distance Run & Bike mehr als 400 Kilometer zurückgelegt und dabei die USV-Teamgeist-Flagge gehisst. Zahlreiche Zuseher wurden dabei u.a. via ZOOM und Whatsapp begeistert. Die Fahnen werden versteigert und der Erlös an die Aktion „Licht aus Bethlehem“ gespendet. So konnte in Zeiten der sozialen Distanz ein Teamgeist-Feeling bei allen Vereinsmitgliedern aufkommen. Außerdem hat eine Helfergruppe mit 23 Personen Risikogruppen aus der Region unterstützt – mit Einkäufen, Botengängen und Gartenarbeiten. Aus dem Verkauf eines T-Shirts mit dem Motto „Teamgeist“ konnte der Klubs aus der Landesliga Ost 1.500 Euro lukrieren.

 

SV HELLMONSÖDT

Der Bezirksligist hat unter einem eigens kreierten Logo vier Aktionen ins Leben gerufen, die ganzheitlich die Werte des Vereins vermitteln. In der Lockdown-Phase wurde das Thema #gemeinschaft mit einem SVH-Quiz in den Vordergrund gestellt. Es konnten über 2000 Interaktionen beim Quiz registriert werden. Parallel wurde die #soziale verantwortung des Vereins wahrgenommen. Die Fußballer haben für hilfsbedürftige Menschen Einkäufe erledigt und für den Gemeindearzt Medikamente ausgeliefert. Insgesamt waren die Kicker von Mitte März bis Anfang Mai 96x im Einsatz. Unter dem Bereich #wirtschaftlichkeit wurden fehlende Einnahmen aus Heimspielen mit einem fiktiven "Spiel des Jahres" kompensiert. Die vierte Maßnahme startete Mitte Mai mit der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes und war dem #sportlichen ehrgeiz gewidmet. Für die 220 Fußballerinnen und Fußballer aller Altersstufen wurde ein Anreiz kreiert. Bei der „SVH Technikchallenge“ gab es nämlich nicht nur attraktive Preise, sondern es wurden auch Vereine aus der Umgebung zum Wettkampf herausgefordert, womit in Corona-Zeiten die Vernetzung mit anderen Klubs forciert werden konnte.

 

UFC GRÜNAU

Der Verein aus der 2. Klasse Süd zeigte auch erstklassiges Engagement: 90 ehrenamtliche Stunden wurden für das Einkaufsservice und die Zustellung von Medikamenten erbracht, zudem wurden NMS-Masken im Vereinsdesign von den Goldhauben-Frauen in Grünau produziert. Toll auch die Solidarität in schlechten Zeiten, indem für den Wildpark im Almtal nicht nur Spenden gesammelt wurden, sondern der Verein zusätzlich noch eine Patenschaft für einen Waschbären übernommen hat.

 

UNION UNTERWEISSENBACH

Funktionäre und Trainer lieferten nicht nur Lebensmittel oder Medikamente, sie nahmen sich auch bewusst Zeit für ein Traschterl. Bei Hausbesuchen wurden die älteren Gemeindebürger besucht und mit entsprechendem Abstand im Garten Worte gewechselt und Zeit gespendet – um der sozialen Vereinsamung entgegenzuwirken. Zudem punkteten die Nachwuchskicker mit einer Müllsammelaktion, auf einer Länge von 30 km wurden Straßen und Wege gesäubert. Nicht zu vergessen der positive Lerneffekt: Den Kindern wurde dabei bewusst, wie wichtig es ist, nicht einfach Müll aus dem Autofenster oder beim Spazieren zu entsorgen.

 

SK BAD WIMSBACH

Der Landesligist hielt seine Interessensgruppen mit einer Art Corona-Tagebuch ständig am Laufenden – im SKW-Blog gab es beinahe täglich einen neuen Beitrag. Dabei wurden nicht nur Infos transportiert, sondern auch Videos für Heimtrainings veröffentlicht. Beim „Wings for Life“-Run haben 53 Läufer aus dem Klubumfeld eine Spendensumme von über 1.200 Euro erlaufen. Kreativ waren vor allem zwei Maßnahmen: Da aufgrund der restriktiven Corona-Maßnahmen ein Gottesdienst in der Kirche nur massiv eingeschränkt möglich war, wurde dem Pfarrer angeboten, eine Feldmesse im Hofmaninger Stadion abzuhalten. So fand die erste Messe in Bad Wimsbach seit Mitte März vor 250 Gläubigen am Sportplatz statt! Und auch Kinofans kamen auf ihre Kosten: Gesucht war eine visionäre Idee, das Ergebnis war ein Autokino. In Kooperation mit der Union Gunskirchen, die die geeignete Location hatte, wurden über 20 Roadmovie-Vorstellungen für Jung & Alt angeboten.

 

UNION ALTENFELDEN

In der 1. Nord stand der Spielbetrieb still – bei den Mühlviertlern wurde dennoch fleißig gelaufen. Passend zur Postleitzahl sollten 4121 Kilometer gelaufen werden, wobei jeder Kilometer 35 Cent wert war und für diese Summe an Firmen und Privatpersonen „verkauft“ wurde. Das Ziel wurde noch vor Ende Mai erreicht – und sämtliche Spenden an den Tierpark Altenfelden übergeben, der während des Shutdowns in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation war. Das Resultat: Tierische Freude – denn mit dem Erlös konnte Futter angeschafft werden.

 

UNION HERZOGSDORF-NEUSSERLING

Unter dem Motto „You´ll never walk alone“ wurde mit dem lokalen Supermarkt eine Einkaufsaktion ins Leben gerufen und an Personen aus der Risikogruppe auch Medikamente geliefert. Dem Roten Kreuz wurde zudem personelle Unterstützung bei „Essen auf Rädern“ angeboten. Im neu eingerichteten Online-Fanshop durften natürlich MNS-Masken nicht fehlen. Und ein Herzogsdorfer Bauer, der 2.000 Jungbäume gepflanzt hatte, erhielt Unterstützung: Mit Gießkannen haben Vereinsmitglieder die Trockenheit bekämpft – und die Bäume gerettet . . .

 

USV NEUHOFEN/I.

Die Innviertler starteten eine Zeichenwettbewerb und ein sportliches Ratequiz für den Nachwuchs. Auch der Fußball kam nicht zu kurz: Die Kids waren aufgerufen, ihre technischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Zahlreiche Videos von motivierten Talenten waren das Ergebnis. Witzig und lukrativ: Ein virtuelles Derby gegen Mehrnbach, das auf der Playstation absolviert wird,  bescherte Einnahmen aus Ticketing und Sponsoring.

 

UNION WEISSKIRCHEN

Durch die Produktion von MNS-Masken im Zebra-Design konnten über 1.500 Euro für den Nachwuchs lukriert werden. Zwei Trainingseinheiten pro Woche via Skype haben die Kids bei Laune und deren Leistungsniveau gehalten. Die Spieler des OÖ-Ligisten haben Pensionisten aus der Region Essen geliefert und sich so 150 Stunden ehrenamtlich engagiert.

 

UNION GSCHWANDT

Ein Video mit dem Aufruf #stayhome wurde erstellt, um die Vereinsmitglieder zu sensibilisieren und die Kinder für eine Klopapier-Gaberl-Challenge zu motivieren. Vor allem aber wurden regelmäßig die Produkte und Leistungen von Sponsoren und Partner des Klubs in den sozialen Medien beworben, um die lokale Wirtschaft zu unterstützen. Ein Dankeschön für treue Fußballgönner gerade zur richtigen Zeit – und vorbildhaftes Marketing in Krisenzeiten.

 

SK NEUKIRCHEN/A.

Nahe dem Traunsee wird soziales Engagement schon seit 2006 großgeschrieben. Seit damals ist der Klub Mitglied im Verein „Wir helfen“, der Sozialprojekte unterstützt. Daher waren die Erledigungen für angewiesene Mitmenschen (Einkäufe, etc.) in Corona-Zeiten kein Neuland, sondern schon Routine. Ein spezielles Ausrufezeichen setzten die Mütter der Nachwuchsspieler und nähten rund 2.000 Schutzmasken, die zur freien Entnahme an öffentlichen Stellen im Ort aufgelegt wurden.

 

UNION ARNREIT

Das Erlaufen von Spenden beim „Wings for Life“-Run und die Produktion inklusive Verkauf von klubeigenen MNS-Masken waren wichtige Maßnahmen. Ausgezeichnet haben sich Mühlviertler aber vor allem mit ihrem Engagement in der geschützten Werkstätte Artegra, in der Menschen mit Beeinträchtigung arbeiten: Es wurden Freiwillige zur Unterstützung gesucht – und Vereinsmitglieder waren 3,5 Wochen unentgeltlich in der Wäscherei tätig.