Die Zauberformeln in den Talenteschmieden

Die Zauberformeln in den Talenteschmieden

Individualisierung

Im Mittelpunkt der LAZ-Ausbildung am Standort Linz steht der einzelne Spieler beziehungsweise die einzelne Spielerin. Die individuelle Entwicklung ist das höchste Ziel und dem mannschaftlichen Erfolg übergeordnet. Die besten Talente werden in den Bereichen Technik, Schnelligkeit, Motorik, Spielfähigkeit und Persönlichkeit gefördert, um den späteren hohen Anforderungen im Leistungs- und Spitzensport gerecht werden zu können. Dabei werden die Hoffnungsträger nicht nur an ihr physisches und psychisches Leistungsoptimum geführt, sondern auch die sozialen Kompetenzen entwickelt. Ein wesentlicher Baustein der Ausbildung ist die Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung zu einer leistungsorientierten und eigenmotivierten Einstellung zum Spiel- und Trainingsbetrieb. Des Weiteren wird die Fähigkeit zur selbstkritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Person und der eigenen Leistungsbereitschaft gefördert. Der LAZ-Spieler wird mit den Vorgaben des Trainerteams sowie zu einer positiven und selbstbewussten Ausstrahlung und der Fähigkeit zum Miteinander vertraut gemacht.

 

Traum

Um eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten, beinhaltet das Ausbildungsprogramm des LAZ Ried folgende Eckpfeiler: Spielintelligenz, dynamische Technik, fußballspezifische Kondition und Zielstrebigkeit.  Inhalte dieser Eckpfeiler bauen aufeinander auf: Während man im Vorkader den Schwerpunkt auf den Erwerb grundlegender Techniken und ihre dynamische Anwendung in spielnahen Trainingssituationen legt, vertieft man im Hauptkader diese Fähigkeiten durch komplexere Spielformen in größeren Gruppen. Begleitend dazu werden im schwerpunktorientierten Individualtraining in beiden Ausbildungsstufen sowohl die einzelnen Stärken ausgebaut als auch die jeweiligen Defizite ausgemerzt. Im jeweiligen Trainerteam wird jeder einzelne Spieler und sein individueller Fortschritt analysiert und laufend gemeinsam mit den Eltern der Spielerinnen und Spieler besprochen. Diese Form der Trainingsarbeit hat bereits einigen Talenten wie beispielsweise Laura  Wienroithner (Hoffenheim) und Ervin Omic (Juventus Turin) geholfen, ihrem Traum vom Fußballprofi einen wichtigen Schritt näher zu kommen.

 

Kooperation

Österreichweit zählt das LAZ Steyr zu einem der kleinsten Standorte. Trotzdem hat man sich in den letzten Jahren einen guten Ruf erarbeitet, jährlich wechselt ein Großteil des Hauptkader-Abschlussjahrganges in Akademien in ganz Österreich. Dafür verantwortlich ist der Grundsatz „Nur gemeinsam auf dem Weg nach oben“. Gemeinsam bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Eltern, Heimatverein des Spielers, die Partnerschule und die Trainer des LAZ intensiv miteinander kooperieren. Der Erstkontakt mit den Vereinen und Eltern, die detailliert über den möglichen Weg im LAZ Steyr und die beiden Partnerschulen informiert werden, passiert bereits im U9-Bereich. Apropos Partnerschulen: Im BRG und der Sportmittelschule gibt es direkte Ansprechpersonen des LAZ, zudem ist der Stundenplan für die Spieler ideal abgestimmt. Dies gewährleistet einen optimalen Trainingsbesuch und einen fußballfreien Tag.  „Wir versuchen sportliche Ziele, Erwartungen, schulische Verpflichtungen, Familie und die Wünsche der Vereine bestmöglich unter einen Hut zu bekommen“, erklärt Jürgen Rogl, der als sportlicher Leiter einen großen Trainerstab anführt.

 

Entwicklung

„Das Meisterleiberl der U10 passt ihm mit 19 nicht mehr!“ Dieser provokant formulierte Satz unterstreicht ganz klar: Nachwuchsfußball ist für das Welser LAZ Entwicklungsfußball! Immer! Genau so konsequent wird das aktive Spiel eingefordert. Mit dem Ball, aber auch im Spiel um den Ball. Die nun in Bad Wimsbach stationierte Talenteschmiede trainiert nach einem fünfwöchigen Block, in welchem zwei Wochen der Ballbesitz im Vordergrund steht und anschließend je eine Woche den Umschaltmomenten und dem Spiel um den Ball gehören. Eine Alternativsportwoche sorgt für vielfältige Bewegungserfahrungen, Regeneration und neue Begeisterung und rundet den Trainingsblock ab. In dieser abgewandelten Form der taktischen Periodisierung geben die Spielformen die inhaltliche Richtung vor und die Trainer legen das Coaching schwerpunktmäßig an. „So wird den Jungs im Mannschaftstraining stets der gesamte Zusammenhang des Spiels vermittelt und in individuellen Trainings können wir punktuell auf persönliche Stärken und Schwächen eingehen“, erklärt Ausbildungsleiter Roman Rankl. Weitere Infos zur Arbeit im LAZ Wels unter www.laz-wels.at.

 

Fotos: Gepa, LAZ Wels, LAZ Steyr