Die reformierte Trainerausbildung

Die reformierte Trainerausbildung

Der ÖFB hat seine Trainerausbildung einer umfassenden Neustrukturierung beziehungsweise Reformierung unterzogen. Ausschlaggebend dafür waren gewonnene Erkenntnisse aus diversen Studienreisen bei verschiedenen europäischen Nationalverbänden und Gespräche mit zahlreichen Experten. So wurde etwa der Kurs für die UEFA-Profi-Lizenz von bisher 250 auf nunmehr 400 Unterrichts-Einheiten erweitert. Die Schulungen für das höchste Trainerzertifikat, das Voraussetzung für ein Traineramt in den beiden höchsten Ligen und für den Posten eines Akademieleiters ist, finden alle zwei Jahre für 14 Personen statt. Thomas Janeschitz, Leiter der österreichischen Trainerausbildung, begrüßt die Beschränkung: "So können wir die Anwärter besser individuell und qualitativer betreuen." Je zwei Teilnehmer werden dabei von ÖFB und Bundesliga nominiert. Die restlichen zehn Plätze werden nach festgelegten Kriterien vergeben.

Die Anwärter müssen bei einer Potenzialanalyse eines renommierten Sportpsychologen überzeugen, ein möglichst gutes UEFA A-Lizenz-Zeugnis vorlegen sowie mit Trainererfahrung in einer vorzugsweise hohen Spielklasse und einer möglichst erfolgreichen Spielerkarriere aufwarten.

Umstrukturierungen erfolgten auch bei der Ausbildung zur UEFA B-Lizenz. Der Lehrgang, der künftig mehr Praxis- und weniger Theorieeinheiten beinhaltet, wird in intensiver Zusammenarbeit mit allen vier österreichischen Bundessportakademien künftig auch auf Landesverbands-Ebene angeboten. Absolventen des B-Kurses dürfen allerdings nur noch Teams von der fünften Leistungsstufe (bisher: vierte Leistungsstufe) abwärts trainieren. Hier geht es zur Übersicht über die Trainerkurse des OÖ FUSSBALLVERBANDES.

Neu sind außerdem eine Junioren-Lizenz, die Aufwertung der Elite-Junioren-Lizenz zur UEFA-Lizenz und eine Profi-Tormanntrainer-Lizenz, die künftig Voraussetzung für einen Tormanntrainer-Posten in den höchsten beiden Spielklassen sowie den Akademien ist.

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