Heimliche Helden

Heimliche Helden

Sieger der Ehrenamtsaktion kommt aus Frankenburg

Nun ist das gut gehütete Geheimnis gelüftet! Bei der Jahresabschlussfeier des OÖ Fußballverbandes stieg nämlich auch das Finale der Ehrenamtsaktion im europaweiten Jahr der Freiwilligenarbeit: Aus über 100 Kandidaten, die von ihren Vereinen nominiert worden sind, waren in den letzten Monaten 18 Heinzelmännchen ausgewählt und mit tollen Preisen belohnt worden. Nun hatte eine Jury die schwere Aufgabe, aus diesen 18 Vorrundensiegern noch einmal die Top-3 zu selektieren. Das Trio steht stellvertretend für über 11.000 Ehrenamtliche im oberösterreichischen Fußballwesen, ohne die eine Durchführung des Spielbetriebs, die Instandhaltung der Infrastruktur und die Verwaltung der Vereine nicht möglich wäre. Hier geht es zum von Hubert Huemer produzierten TV-Beitrag von der Jahresabschlussfeier.

 

Es war zweifelsohne der Höhepunkt der Jahresabschlussfeier, als alle 18 Kandidaten im RaiffeisenForum in Linz gemeinsam mit den Sponsorenvertretern von der Brauerei Baumgartner, WINWIN und Ploier & Hörmann auf die Bühne gebeten wurden. Über 300 geladene Gäste sahen von jedem heimlichen Helden einen kurzen Video-Clip,  in dem der Kandidat bei der Ausübung seiner wertvollen Arbeiten in seinem Vereinsumfeld vorgestellt wurde. Dann kam der große Moment: Die Entscheidung der Jury wurde verkündet, der Gesamtsieger der Aktion präsentiert. Und der strahlende Gewinner kommt vom TSV Frankenburg, bei dem Kurt Gruber das "Mädchen für alles" ist. "Der Kurt hat so viel für unseren Verein geleistet, da wollten wir mit der Nominierung einmal etwas für ihn tun", hattemit Hans-Peter Kaiser der Sektionsleiter des Bezirksligisten gemeint, als er im Frühjahr die Nominierung eingereicht hat. Nun darf er sich mit seinem 49-jährigen treuen Mitarbeiter über den Sieg freuen. Kurt Gruber kümmert sich seit 25 Jahren um die Utensilien, reinigt und pflegt die Sportanlage und hält die Tribüne in bestem Zustand. Natürlich fehlt der heimliche Held auch bei keinem Spiel der Kampfmannschaft oder Reserve. Im Grunde ist Kurt Gruber jeden Tag für seinen Verein im Einsatz. Und das, obwohl er seit seiner Geburt taubstumm ist! Für sein leidenschaftliches Engagement bekam er im RaiffeisenForum von Präsident Willi Prechtl und Sportlandesrat Viktor Sigl eine beeindruckende Trophäe in Gold - und von allen Anwesenden im Saal Applaus und ehrliche Anerkennung.

Wie auch August Gnigler, der "Silber" einstreifte. Seit 1973 schlägt das Herz des 57-Jährigen für die Union Rainbach. Er war bereits Kampfmannschafts- und Nachwuchstrainer sowie Jugendleiter, derzeit ist er Sektionsleiter und Platzwart. Zudem organisiert der Taufkirchener jedes Jahr den Union-Bezirks-Hallencup, den Sportlerausflug und das Zeltfest, für das er sich stets Urlaub nimmt. Nicht zu vergessen, dass auch im neuen Kabinengebäude der Schweiß und die Freizeit von August Gnigler stecken.Für den Bau hatte er drei Wochen Urlaub geopfert und insgesamt 400unentgeltliche Arbeitsstunden geleistet. Etwas Langfristiges hat ebenso Kurt Straßer aufgebaut, der beim SV Garsten den Frauenfußball in der 6600-Seelen-Gemeinde salonfähig gemacht hat. Vor 20 Jahren hatte der heute 42-Jährige die Sektion aus der Taufe gehoben und bis in die zweithöchste Spielklasse geführt - und war neben vielen organisatorischen Funktionen in dieser Zeit stets unentgeltlich als Trainer der Frauen tätig. Kein Wunder, dass er von den Damen nominiert worden war - ohne sein Engagement würden sie nicht so ein tolles Umfeld für ihre liebste Freizeitbeschäftigung vorfinden. Damit hat sich der "Frauenheld" Platz 3 verdient.