Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft

Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft

Der OÖ FUSSBALLVERBAND hat „Schule am Ball“ neben dem „Vereinscoaching“ zu einem von zwei Leuchtturmprojekten erklärt. Und das aus gutem Grund, wie Direktor Raphael Koch erklärt: „Das Projekt setzt genau dort an, wo sowohl in der Gesellschaft aber auch speziell im Fußball immer öfter der Schuh drückt. Wir wollen bei Kindern die Freude an der Bewegung wecken und damit dem immer weiter um sich greifenden Bewegungsmangel entgegenwirken. Den Fußballvereinen versuchen wir unter die Arme zu greifen, indem wir sie ins Projekt einbinden, um eine Brücke zwischen Volksschule und dem ortsansässigen Verein zu schlagen. Das soll gewährleisten, dass die Kinder nachhaltig dem Sport erhalten bleiben und unsere Vereine den dringend benötigten Fußballnachwuchs für sich gewinnen können.“

 

4800 Kinder wurden erreicht
„Schule am Ball“ ist in der Organisationsstruktur an die politischen Bezirke in Oberösterreich geknüpft. Im Jahr 2019 waren bereits sieben Bezirke ins Projekt eingebunden, wodurch 144 Schulen und mehr als 4800 Kinder erreicht werden konnten. Es ist die Zielsetzung des OÖ FUSSBALLVERBANDES, das Projekt flächendeckend über ganz Oberösterreich auszurollen und nachhaltig zu verankern. Dabei kommen drei Maßnahmen zum Einsatz: In jedem teilnehmenden Bezirk werden Volksschullehrerinnen und -lehrer zu einer Fortbildung eingeladen, die aus Theorie und Praxis besteht. Dabei wird vor allem vermittelt, wie der Turnunterricht gestaltet werden sollte, um die motorische Entwicklung der Kinder möglichst optimal zu fördern. In einem zweiten Schritt werden für die Kinder aller 3. und 4. Klassen von ausgebildeten OÖFV-Ballspiellehrern gemeinsam mit der Lehrerin und einem Vereinstrainer Ballspieleinheiten abgehalten. In den Einheiten werden die koordinativen Fähigkeiten der Kinder durch Ballgeschicklichkeitsübungen verbessert. Den Abschluss bildet ein Volksschulcup für Mädchen und Buben, bei dem die Kinder das vorher Erlernte erproben können. Dabei werden sie von einem Trainer des örtlichen Vereins gemeinsam mit der Lehrerin gecoacht, wobei der Spaß und der olympische Gedanke an erster Stelle stehen.

 

Auch Pädagogen profitieren
Die Marschrichtung stimmt jedenfalls, zumal heuer nach der Corona-Pause drei weitere Bezirke hinzukommen. Ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg ist der Doppelpass, der mit dem Landesschulrat OÖ gespielt wird. Der OÖ FUSSBALLVERBAND hat in Person von Fachinspektor Friedrich Scherrer einen Unterstützer, der „Schule am Ball“ die Türen zu den Volksschulen öffnet und dadurch einen großen Anteil am Gelingen des Projektes trägt. „Als Fachinspektor für Bewegung und Sport stehe ich Projekten, die die sportliche Betätigung  unserer Schülerinnen und Schüler fördern, natürlich sehr positiv gegenüber. Vor allem im Bereich der Aktion Schule am Ball werden koordinative Fähigkeiten, der Umgang mit Bällen aller Art, der Teamgeist und vieles mehr gefördert. Kinder erwerben frühzeitig Bewegungserfahrungen, die ein lebenslanges Sporttreiben und die Freude an der Bewegung fördern. Die stetig steigenden Teilnehmerzahlen und überwiegend positiven Rückmeldungen seitens der Schulen zeugen von einer professionellen Abwicklung durch den OÖ FUSSBALLVERBAND“, weiß Scherrer. Nachsatz: „Die Trainer des OÖFV legen den Grundstein und geben die Initialzündung. Davon profitieren auch die Pädagoginnen und Pädagogen, die ihre erworbenen Erfahrungen dauerhaft im Unterricht mit den Kindern weiter umsetzen. Der Schulsport ist der Zubringer zu den Vereinen – und die sehr gute Zusammenarbeit bei diesem Projekt schafft die Basis für nachhaltigen Erfolg für alle Beteiligten.“