Nach fünf Jahren an der Spitze etabliert

Nach fünf Jahren an der Spitze etabliert

Seit exakt fünf Jahren sorgt die vom OÖFV unterstützte Vorzeigeinstitution für die ideale Ausbildung der besten Talente – und für erste Erfolge. Seit Sommer 2015 bietet das FFZ Oberösterreich talentierten Fußballerinnen ab dem 14. Lebensjahr die Möglichkeit, die schulische Ausbildung optimal mit dem Leistungssport zu verbinden. Gestartet wurde mit vier Spielerinnen aus Oberösterreich, aktuell befinden sich 23 Mädchen aus fünf verschiedenen Bundesländern im Ausbildungsprogramm. Ab Herbst 2020 wird mit Salzburg ein sechstes Bundesland vertreten sein und die Spielerinnenanzahl wird sich auf ungefähr 30 erhöhen. Den Mädchen werden mit dem Bundes-Oberstufenrealgymnasium Linz und der Handelsschule Leistungssport Linz zwei unterschiedliche Schultypen angeboten. Schul- und Trainingszeiten sind aufeinander abgestimmt. Im FFZ sind wöchentlich fünf bis sechs Trainingseinheiten vorgesehen, wovon zwei am Vormittag auf der Anlage des Olympiazentrums Linz und vier am Abend ebenfalls auf der Anlage des Olympiazentrums oder beim Kooperationsverein Union Kleinmünchen abgehalten werden. Am Freitag besteht für die Mädchen die Möglichkeit, bei ihrem Stammverein zu trainieren.

Professionelles Umfeld
Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit dem Sportland Oberösterreich wird den Spielerinnen neben einer sehr guten Infrastruktur mit Kraftkammer, Kunstrasen und Hallen auch eine umfangreiche Betreuung durch Mediziner, Sportwissenschaftler und Physiotherapeuten geboten. Mit dem FFZ werden keine Bewerbsspiele gespielt, sondern die Mädchen spielen weiterhin für ihren Heimatverein. Ein paar Mal pro Saison werden jedoch Freundschaftsspiele oder Turniere als FFZ-Team bestritten. In der Vergangenheit konnte bereits gegen Gegner wie beispielsweise Bayern München und Sturm Graz sowie bei nationalen und internationalen Turnieren das Können unter Beweis gestellt werden. Des Weiteren wird durch Hospitationen, in den letzten Jahren bei Bayer Leverkusen und Bayern München, regelmäßig internationaler Austausch geschaffen.

Trio in ÖFB-Auswahl
„Die grundlegenden Ziele des Frauenfußballzentrums Oberösterreich bilden die Unterstützung der Spielerinnen auf ihrem Weg in die ÖFB-Teams sowie eine langfristige Etablierung oberösterreichischer Teams in den beiden höchsten Spielklassen. Die zahlreichen Einätze und guten Leistungen von FFZ-Spielerinnen in Bundesliga und zweiter Liga zeigen, dass die Richtung stimmt“, weiß mit Gerald Reindl der sportliche Leiter der Talenteschmiede, die vom OÖ FUSSBALLVERBAND gefördert wird. Erfreulich: Mit Nadine Drescher, Christina Pesendorfer und Victoria Strasser durften sich bereits drei FFZ-Spielerinnen über eine Einberufung in ein österreichisches Nachwuchs-Nationalteam freuen. Überdies bestätigen Transfers wie jener von Absolventin Victoria Strasser zu Austria Wien die gute Arbeit der Vorzeige-Einrichtung. Auch in Zukunft wird im Frauenfußballzentrum die permanente Weiterentwicklung der Spielerinnen sowie des gesamten Systems forciert. Geplant ist beispielsweise die Installation eines Talentecoaches, der Teamspielerinnen individuell betreut. Dadurch soll eine optimale Abstimmung des Trainingsbetriebes mit Länderspielen, Heimatverein, FFZ und Athletik sichergestellt werden, sodass die einzelne Spielerin die Möglichkeit hat, sich noch besser individuell zu entfalten.